Internationale Sprachen: Esperanto und Musik

Eine Sprache für die Welt

Saluton!

Sie wundern sich über die eigenartige Begrüßung? Saluton ist der Gruß in der Plansprache Esperanto. Eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird und dennoch (noch) keine Weltsprache ist.

Englisch

ist faktisch die Weltsprache. 1,5 Milliarden Menschen sprechen Englisch, davon sind allerdings nur 375 Millionen Muttersprachler. (Quelle: www.weltsprachen.net/)

Esperanto

ist eine künstliche Sprache mit einer sehr einfachen Grammatik. Bei TED erklärt Tim Morley, warum Kinder als erste Fremdsprache Esperanto lernen sollten: Tim Morley über Esperanto als erste Fremdsprache.

Sprachkurse und Wörterbücher gibt es kostenlos im Netz, zum Beispiel auf www.lernu.net/de. Wer gleichzeitig sein Englisch pflegen will, kann es mit www.duolingo.com versuchen.

Die Idee einer verbindenden „terranischen“ Sprache ist so attraktiv, dass ich mit dem Lernen angefangen habe. Bei Duolingo sind Lerngruppen möglich. Wenn Sie mit mir zusammen lernen wollen, lassen Sie sich von mir einladen (Mail oder Kontaktformular).

Musik

ist eine Sprache, die ebenfalls auf der ganzen Welt verstanden wird. Für die Musik wird in Deutschland zu wenig getan, mahnt der Deutsche Kulturrat. „Ein Großteil des Unterrichts fällt entweder aus oder wird von fachfremden Lehrkräften unterrichtet“. (Quelle: DIE ZEIT online). Die fachfremd unterrichtenden Lehrer scheinen ihrer Kompetenz wenig zu trauen, obwohl sie Musikunterricht für wichtig halten und sich dafür engagieren.

Zum Selbstkonzept fachfremd unterrichtender Musiklehrer

hat Lina Oravec geb. Hammel eine Dissertation geschrieben. Sie ist inzwischen Professorin für Musikpädagogik in Koblenz. Ein Ergebnis ihrer Forschung ist, dass die untersuchten Lehrer sich in Sachen Musik als übertrieben unzulänglich empfinden. Vielleicht spüren sie intuitiv, dass viele musikpädagogische Ansätze zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht sind und vor allem nicht zum Ziel führen?
Dissertation als pdf lesen oder herunterladen
Lina Oravecs Profil an der Uni Koblenz

Die Aufgabe der Musikvermittlung

sollten wir verstärkt anpacken, meine ich. Als Basis des Musiklernens empfehle ich musikalische Grundbausteine, die auf Universalien der Musikwahrnehmung beruhen. Dabei müssen die Kinder eine Art musikalisches Alphabet lernen. Dieses „Lernen müssen“ verlangen wir beim Lesen, Schreiben und Rechnen auch.

Das Lernen der Grundbausteine macht durchaus Spaß, fördert die individuelle Gehirnentwicklung und verbessert das Klima in der Klasse. Diese Nebeneffekte sind erwünscht, aber das Hauptziel ist musikalische Kompetenz für alle. „Fördern durch Fordern“ hilft den Kindern auf lange Sicht mehr als eine Kuschelpädagogik mit Bespaßung, die gerade im Musikunterricht so naheliegt.

Hart in der Sache, weich zu den Menschen: meinen bisweilen etwas besserwisserischen Eifer kennen Sie ja schon.
Ich hoffe, dass Sie mir trotzdem gewogen bleiben und wünsche Ihnen noch einen guten Tag (oder bonan tagon auf Esperanto).
Ihr Bernd Michael Sommer