Wie musikalische Kommunikation gelingt

Und täglich grüßt das Murmeltier

– vielleicht kennen Sie den Film. Der Held, gespielt von Bill Murray, sitzt in einer Zeitschleife fest. So komme ich mir auch manchmal vor, wenn ich wieder einmal erlebe, wie musikalische Kommunikation misslingt.

Die folgende wahre Geschichte hat sich schon einige Male in ähnlicher Form abgespielt: ich nehme an einem Chorprojekt teil. Ungefähr vierzig Menschen sind zusammengekommen, um gemeinsam eine gute Zeit mit Singen zu verbringen. Die Laune ist gut, und man wendet sich dem gemeinsamen Ziel zu.

Bald stellt sich (völlig überraschend) heraus, dass die Teilnehmer musikalisch unterschiedliche Fertigkeiten haben. Die einen singen perfekt vom Blatt, die anderen können gar keine Noten lesen und singen nach Gehör; die einen singen rhythmisch präzise, mit treffsicherer Intonation und schöner Stimme, die anderen treffen ab und zu einen richtigen Ton; die einen finden die Stücke zu schwierig, die anderen zu einfach. Und natürlich gibt es alle Zwischenstufen.

Am Ende kommt meistens doch passable Musik bei den Bemühungen des Projektchores heraus. Das Abschlusskonzert findet bei den Besuchern Anklang und wird von den Sängerinnen und Sängern gefeiert. Dann ist doch alles gut, oder etwa nicht?

Besser statt gut

Es hätte besser laufen können, finde ich: die Proben waren aufwändig, das Ergebnis mager. Starke Chorschwestern oder -brüder litten unter schwachen und umgekehrt. Die Unterschiede im Niveau erschwerten das musikalische Miteinander erheblich und verringerten den musikalischen Genuss; einige spürten gar Stress.

Ich wünsche mir, dass musikalische Kommunikation mühelos gelingt, damit alle Beteiligten schnell in die „Gänsehaut-Phase“ kommen und das Üben leicht von der Hand geht. Kommunikation braucht eine gemeinsame Sprache, um die gemeinsame Aufgabe effektiv lösen zu können.

Üben braucht Zeit

In einer Chorwoche ist natürlich keine Zeit, den Zeichenvorrat einer gemeinsamen Sprache zu üben. Stattdessen „wurschtelt“ man sich durch. Außerdem kommen die Menschen ja zum Singen zusammen und nicht zum Lernen von musikalischem Handwerkszeug. Für eine musikalische Grundausbildung bräuchte man eine langfristige Strategie und die Bereitschaft zum kontinuierlichen Üben.

Aber wie und wann kann man sich vorbereiten auf die Musik? Die Schule versagt als musikalische Bildungseinrichtung, und Erwachsene kann man nicht zwangsbeschulen wie Grundschüler. Vielleicht kann das Internet helfen – zumindest für diejenigen, die Musik für wichtig halten?

Webinar, Web-Seminar

Es gibt eine relativ neue Form des Lernens im World Wide Web: das sogenannte Web-Seminar oder Webinar. Ein Webinar ist ein Online-Seminar, bei dem die Teilnehmer mit dem Referenten kommunizieren können, ohne physisch im gleichen Raum zu sein. Dadurch entfallen lange Anfahrtswege. Die Teilnahme ist einfach: ein Rechner mit Internetverbindung genügt.

Ich werde demnächst solche Webinare anbieten. Als Plattform habe ich mir edudip.com ausgesucht. Dort haben Sie dann Zeit, sich mit mir auf den Weg zur musikalischen Leichtigkeit zu machen. Wenn Sie dann in der „richtigen Welt“ mit anderen gemeinsam singen oder musizieren, wird die musikalische Kommunikation besser gelingen, weil Sie und Ihre Musikfreunde eine gemeinsame Sprache sprechen.

Ich werde Inhalte anbieten, die sich bewährt haben. In vielen Kursen und musikalischen Projekten konnte ich Menschen zu mehr Genuss und Erfolg bei der Musik führen, zum Beispiel bei der saarländischen Musikmentorenausbildung oder beim Musical STUMM.

Wer weiß, vielleicht wird irgendwann meine Vision einer musikalisch gebildeten Allgemeinheit Wirklichkeit. Darauf hofft

Ihr Bernd Michael Sommer

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