Musical STUMM 2016 als Chorleiter

Impressionen meiner musikalischen Arbeit mit dem Musicalchor

Musical STUMM 2016
Einsingen vor der Vorstellung

Mein Fazit

nach der monatelangen Arbeit als Chorleiter des Musicals STUMM 2016: ich habe mich mit den Menschen und der Aufgabe sehr wohl gefühlt. Die Zusammenarbeit mit den Organisatoren, dem Kreativteam und den Akteuren hätte nicht besser sein können. Die folgenden Gedanken helfen Ihnen vielleicht bei der Umsetzung Ihrer eigenen musikalischen Ziele.

Die Chorleitung

bei einem solch großen Projekt war neu für mich. Zunächst fragte ich mich, wieso man ausgerechnet mich als Chorleiter verpflichten wollte. Zweifellos gibt es erfahrenere und qualifiziertere Chorleiter. In ersten Gesprächen wurde klar, warum man gerade auf meine Expertise Wert legte.

Ein Musical stellt besondere Anforderungen

an den Chorleiter: die schauspielerische und die musikalische Leistung müssen gleichzeitig und auswendig erbracht werden. Beide Leistungen dürfen einander nicht behindern. Nach einer überschaubaren Anzahl von Proben sollen sowohl unerfahrene wie erfahrene Sängerinnen und Sänger ihren musikalischen Beitrag leisten können – und zwar so mühelos, dass ihre Konzentration auf Schauspiel und Choreografie liegt. Bei STUMM 2016 kommt dazu, dass das Ensemble überwiegend aus Laien mit ganz unterschiedlicher sängerischer Erfahrung besteht.

Gerade für diese Anforderungen

erwiesen sich meine Übungsstrategien wie geschaffen. Damit diese Übungsstrategien greifen, muss sich der Chor allerdings auf einen zusätzlichen Lerninhalt einlassen, der über das Lernen der Stücke hinausgeht: er muss einige Vokabeln der „Musikersprache“ lernen. Die Vokabeln für den Bereich Tonhöhe sind die Intervalle der chromatischen Tonleiter in Relation zu einem Bezugston. Die Vokabeln für den Bereich Rhythmik sind einige rhythmische Bausteine in Relation zu einem Puls.

Der Chor

nahm die Herausforderung an und ließ sich ein auf meine unorthodoxen Methoden. Normalerweise lernt ein Chor neue Melodien, indem der Chorleiter diese vorspielt oder vorsingt und dazu Klavier spielt. Die Fortgeschrittenen üben mit den Noten und zu Hause meistens mit einem Tasteninstrument.

Bei mir dagegen erfuhren die Sängerinnen und Sänger von einer anderen Methode, um Melodien zu lernen: man lässt einen einzigen Bezugston erklingen, macht sich die Intervalle der Melodie bewusst und singt diese. Alle waren überrascht, wie verlässlich man mit dieser Methode die Intonation kontrollieren kann. Auch das „Zählen mit dem Körper“ war neu, wurde für den Chor aber bald zum nützlichen Hilfsmittel.

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