Wie musikalische Kommunikation gelingt

Auf dem Weg zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache

Und täglich grüßt das Murmeltier

– vielleicht kennen Sie den Film. Der Held, gespielt von Bill Murray, sitzt in einer Zeitschleife fest. So komme ich mir auch manchmal vor, wenn ich wieder einmal erlebe, wie musikalische Kommunikation misslingt.

Chorprojekt – Die folgende wahre Geschichte

hat sich schon einige Male in ähnlicher Form abgespielt: ich nehme an einem Chorprojekt teil. Ungefähr vierzig Menschen sind zusammengekommen, um gemeinsam eine gute Zeit mit Singen zu verbringen. Die Laune ist gut, und man wendet sich dem gemeinsamen Ziel zu.

Bald stellt sich (völlig überraschend) heraus, dass die Teilnehmer musikalisch unterschiedliche Fertigkeiten haben. Die einen singen routiniert vom Blatt, die anderen können gar keine Noten lesen und singen nach Gehör; die einen singen rhythmisch präzise, mit treffsicherer Intonation und schöner Stimme, die anderen sind rhythmisch meistens daneben und treffen ab und zu einen richtigen Ton; für die einen sind die Stücke zu schwierig, für die anderen zu einfach. Und natürlich gibt es alle Zwischenstufen.

Am Ende des Chorprojektes

kommt meistens doch passable Musik bei den Bemühungen des Projektchores heraus. Das Abschlusskonzert findet bei den Besuchern Anklang und wird von den Sängern und Sängerinnen gefeiert. „Wir sind ganz gut durchgekommen – na ja, ein paar Schrammen gibt’s immer.“, habe ich schon gehört. Dann ist doch alles gut, oder etwa nicht?